Aktuelle Seite: Kontakt/Anmeldg. » Aktueller Newsletter
URL: www.schwichtenberg-training.de/index.php/kontakt/Aktueller_newsletter
RUNDschreiben.
Hier finden Sie eine Auswahl der bisherigen RUNDschreiben.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Training Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. August 2011
Vertrauen an und für sich.
Sind Sie nervös vor Präsentationen oder Gesprächen? Verlaufen die ersten 5 Minuten „wackelig“? Sagen Sie manchmal nichts oder nicht das, was Sie wollten? Ist Ihre Körpersprache unwillkürlich und Ihre Stimme dünn? Heute erhalten Sie 5 Tipps zum üben und stärken von Selbstvertrauen.
Selbstvertrauen ist eine Mischung aus positiver Erfahrung, Bewusstsein über den Selbstwert zu gewinnen, Kenntnis und Einsatz hilfreicher Werkzeuge, Lebensfreude, Offenheit und Mut zum Einlassen auf die eigene Persönlichkeit und Intuition. Das braucht Aufmerksamkeit, Zeit, Geduld und Einübung.
Tipps
1. Proben Sie Inhalt und Ablauf in Theorie und Praxis. Alles, was Sie wiederholen, prägt sich tiefer ein. Mit der Erfahrung legt sich Nervosität nach und nach. Ich bin bis heute noch etwas nervös. Das gehört als Energie dazu.
2. Legen Sie die Messlatte Ihrer Erwartungen an sich selbst so, dass es stimmig ist mit Ihrer Vorbereitung und Ihren Fähigkeiten.
3. Notieren und sprechen Sie Kraftsätze wie „Ich habe es schon ein Mal (10 Mal) erfolgreich hinbekommen.“ Oder „Ich habe mich für morgen gut vorbereitet und ich gebe mein Bestes!“ Alles, was Sie beachten verstärken Sie. Sie entscheiden ob Positives oder Negatives.
4. Wärmen Sie sich kurz vorher allein auf. Aufrecht und fest auf den Boden stellen, drei Mal langsam und tief durchatmen, die ersten drei Sätze laut und deutlich sprechen! Dann loslegen.
5. Im Zweifelsfall auch während der Veranstaltung: eine angenehm aufrechte Haltung einnehmen, diskret tief durchatmen, sich besinnen: „Ich will … (z.B. Entschlossenheit) ausstrahlen“, Blickkontakt aufnehmen, erneut klar und mutig sprechen.
Praxis
Entwickeln und trainieren Sie Ihren Auftritt mit dem Profi Arndt Schwichtenberg. Sie bekommen nützliche Werkzeuge, ehrliches Feedback und konkrete Tipps. Sie lernen in einer kreativen Runde Gleichgesinnter mit aktiver, humorvoller, Ziel gerichteter Anleitung.
• Probestunde Einzeltraining in 60-180minütigen Einheiten nach telefonischer Themen- und Terminabsprache. Tel. 0511/9994000.
• Wochenend-Seminar für Einsteiger Rhetorikmodul Stimmtraining am 7./8.10.2011, Fr. 18-21 Uhr, Sa. 11-18 Uhr, Investition 99,- EUR. Anmeldeschluss: 16.9.2011
• Aufbauseminar SelbstbeSTIMMung oder Black Out ein mal im Monat donnerstags 17.30-21.30 Uhr. Von 15.9. bis 15.12.2011. Investition: 120,- EUR. Anmeldeschluss: 25.8.2011
Ich freue mich, auch „einfach so“ mal wieder von Ihnen zu hören, wie es Ihnen geht!
Und: machen wir etwas sonniges aus diesem Sommer…
Herzliche Grüße
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Training Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. Februar 2011
Zelebrieren Sie.
Immer wieder erscheint – auch bei gut vorbereiteten, fachkompetenten Teilnehmern – an einem Punkt des Einzeltrainings oder im Seminar die Frage:
Wie mache ich meinen Auftritt interessant und besonders?
Einige Grundfragen sind geklärt: Was will ich? Wer sitzt mir gegenüber? Wie strukturiere und argumentiere ich?
Der Teilnehmer spricht auch deutlich und guckt direkt, steht offen und aufrecht…
Doch bisher bleibt der Vortrag oder die Selbstpräsentation eher fad und grau.
Was können und wollen Sie tun?
Bringen Sie Leben hinein. Ihr Leben, Ihre Freude, Ihre Gefühle, Ihren Schwung, Ihr Herz.
Beginnen Sie, sich selbst und Ihr Thema zu genießen. Durch…
• Zeit lassen
• Wahrnehmen
• Pausen setzen
• Tempo, Lautstärke und Sprachmelodie variieren
• Emotionen zulassen.
Gerade beim Thema Sprechpausen und Melodie erscheinen immer wieder Rollenwechsel des Vortragenden. Bei der Firmenpräsentation (wenn „es ernst wird“) verzieht sich keine Miene, da wird sich Mühe gegeben und konzentriert. Die Darbietung erscheint monoton, ohne Punkt und Komma.
Zwei Minuten später Rollenwechsel: der Proband erzählt schwungvoll, begeistert und mühelos von einem privaten oder beruflichen Erfolgserlebnis. Da kommt Sprachrhythmus und bewegte Melodie ins Spiel. Beeindruckend! Ohne große Vorbereitung. Es kommt direkt und impulsiv von innen und fließt. Derselbe Mensch.
In der gemeinsamen Arbeit bringen wir diese Funken zum sprühen. Das macht Entdeckerfreude, die scheinbar verschiedenen Rollen (Ihrer Persönlichkeit) miteinander bekannt zu machen. Die oben genannten Werkzeuge machen wir erlebbar und dauerhaft für Sie nutzbar.
Proben Sie das bitte. Machen Sie sich bekannt mit der professionellen, ziel gerichteten und souveränen Seite Ihrer Persönlichkeit. Gestatten Sie sich ein wohldosiertes Maß an Übertreibung. Meiner Seminar-Erfahrung nach fangen Sie dann nämlich erst an, Ihr Gegenüber wirkungsvoll zu erreichen. Sie treten hervor aus der Masse.
Herzliche Grüße
Arndt Schwichtenberg
Der leichteren Lesbarkeit wegen habe ich nur die männliche Form gewählt. Angesprochen sind selbstverständlich Männer und Frauen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Training Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. Februar 2011
„Und, wie geht’s?“ – „Danke, muss ja.“
Anhand der „6 Richtigen“ Selbstwahrnehmung und Wohlbefinden optimieren.
Die Methode, die seit Jahren Bestandteil der Seminare und Einzeltrainings ist, heißt
„Die sechs Phasen effektiven Kommunizierens“ oder kurz „Die 6 Richtigen“.
1. Vorbreitung, 2. Körpersprache, 3. Atmung, 4. Stimme / Sprechen, 5. Wahrnehmung, 6. Loslassen.
Wenn Sie bei jedem der 6 Bausteine im Alltag ein paar Dinge beachten, erlangen Sie nach und nach mehr Selbstbewusstsein und Wohlbefinden.
Immerwiederkehrender Grundgedanke ist „Ich will, dass es mir gut geht. Ich sorge für mich.“
Ihr Nutzen: Sie strahlen das aus, was Sie fühlen und in sich bewegen.
1. Vorbereitung
Überlegen und beantworten Sie sich vor der nächsten Aktion: Was ist mein Ziel, was will ich erreichen? Was will ich ausstrahlen? Finden Sie Sichtweisen, an denen Sie sich freuen können, dadurch strahlen Sie positiv. Gehen Sie innerlich den Ablauf noch einmal durch. Sprechen Sie vorher allein die ersten Sätze klar und überzeugend als Probe.
2. Körpersprache
Bringen Sie sich immer wieder in eine angenehme aufrechte Haltung im Sitzen oder Stehen. Ab und zu lockern. Blicken Sie offen und freundlich in die Welt. Ein Lächeln öffnet Türen und Herzen.
3. Atmung
Atmen Sie gelegentlich in frischer Luft langsam und tief durch. Nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit dafür, genießen Sie. Wichtig: Atmen Sie auch langsam, bewusst und lange aus, so kann erneut frische Luft in Ihre Lungen.
4. Stimme / Sprechen
Sprechen Sie bei wichtigen Anlässen einige Prozent lauter und deutlicher, dadurch bekräftigen Sie Ihre Kompetenz. Wählen Sie als Stimmlage eine warme, volle, mittlere Lage; hier liegt Ihr Potential, mit dem Sie überzeugen.
5. Wahrnehmung
Üben Sie wahr zu nehmen: komme ich so an, wie ich es mir wünsche? Wenn nicht, liegt es an mir? Kann ich etwas freundlicher, klarer, professioneller oder einladender sein?
6. Loslassen
Es ist ein Kreislauf: Zum Energie geben gehört Energie nehmen. Spannung aufbauen – Spannung loslassen. Bauen Sie kleine Sprechpausen ein, Pausen zum Lüften oder Trinken, Pausen zum Nachdenken oder Erholen. Dann geht’s erfrischt weiter.
Ich wünsche Ihnen viel Freude bei Ihrem nächsten individuellen Auftritt!
Ich freue mich auf Sie und Ihre Fragen!
Vorfrühlingshafte Grüße
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Januar 2011
1.) Neujahrsgruß
2.) Neuer Name
3.) Aktuelles Seminar
Liebe Interessierte,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
für das neue Jahr wünsche ich Ihnen Freude, Mut, Herz und Kreativität im Beschreiten Ihres individuellen Weges!
Mögen wir Menschen uns in Bewegtheit und Begeisterung wieder und neu sehen.
Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören, wie es Ihnen geht!
Für Fragen und Wünsche, Ihre Ideen und Kritik habe ich immer ein offenes Ohr.
Arndt Schwichtenberg, Tel. 0511 / 9994000.
Neuer Name, bekannte Qualität.
Schwichtenberg Coaching Hannover heißt ab sofort
Schwichtenberg Training Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
Die Praxis der letzten Jahre hat gezeigt, dass meine Seminare und Einzeltrainings (bisher Einzelcoachings) je nach Wunsch und Bedarf zu ca. 10% aus Coaching und zu ca. 90% aus Training bestehen.
Coaching ist für mich eher die theoretische, analytische, reflektierte Begleitung im Gespräch. Mit all den dazugehörenden Werkzeugen, Fragen und Arbeitsblättern.
Training ist für mich praktisches Ausprobieren von Übungen mit Tipps und konstruktiver Rückmeldung. Hier steht, inzwischen seit 15 Jahren, ein breites methodisches und inhaltliches Repertoire für die Fortbildungen und Persönlicheits-Trainings bereit.
Beide sind und bleiben Teile meiner Arbeit mit Ihnen.
So stehe ich Ihnen wie gewohnt als Trainer und Referent zur Verfügung, und der Firmen-Name ist stimmiger gewählt.
Daher notieren Sie bitte ab sofort:
NEU: Schwichtenberg Training Hannover
NEU: www.Schwichtenberg-Training.de
NEU: info@schwichtenberg-training.de
Büro-Adresse und Telefonnummern bleiben wie bekannt bestehen.
Herzliche Grüße
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Coaching Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. November 2010
„Darf’s ein Bisschen mehr sein?“ – „JA!“ Senden Sie diesen Brief bitte an Interessierte weiter. Danke!
Liebe Interessentinnen und Interessenten,
wenn wir vorne stehen als Moderierende, Präsentierende, Berater, Leitende, Lehrende, Begleitende, Vortragende und Verkaufende darf es ein Bisschen mehr sein.
+ mehr Vorbereitung
+ mehr klare, offene und geführte Körpersprache
+ mehr Artikulation
+ etwas mehr Lautstärke
+ mehr Üben und damit Sicherheit und Selbstbewusstsein
+ mehr Freude und Variationsreichtum.
Fragen
In meinen Seminaren und Einzelcoachings sind es die immer wieder kehrenden Dauerbrenner:
Fragen, Unsicherheit, prüfen und erproben von
Wie laut ist laut genug? Den eigenen Namen extrem deutlich sprechen?
Wie lange darf eine Sprechpause sein? Bemerke ich überhaupt, das ich eine mache?
Fühle ich mich genug vorbereitet auf meine Veranstaltung?
Bin ich klar und energiereich genug? Was mache ich mit meinen Händen?
Ein Aspekt unserer Rolle als Sprecher, Lehrer oder Präsentierende ist es, die Anwesenden zu begleiten und zu FÜHREN. Ein weiterer ist es, unser Thema KLAR zu machen, es EINDEUTIG und VERSTÄNDLICH zu senden.
Dazu gehört
1. der Wille und die Motivation zu senden
2. den Vorgang praktisch zu proben
3. angemessen laut, deutlich und freundlich zu sprechen
4. Struktur, Inhalt und Wortwahl verständlich und sinnlich zu vermitteln. Kurze Sätze sprechen.
5. sich und die Anderen wahr zu nehmen (Verhalte ich mich klar? Welche Signale senden mir die Zuhörer? Anders gesagt: „läuft die Kommunikation zwischen uns?“)
Gleich beim ersten Mal
Machen Sie es Ihren Teilnehmern leicht, Sie gleich beim ersten Mal gut zu verstehen:
Sprechen Sie Ihren Namen, den Namen Ihrer Firma oder Institution und Ihr Thema etwas lauter und deutlicher, als Sie es sonst tun.
So schaffen Sie Klarheit!
Präsentieren Sie diese wichtigen Informationen „auf einem Silbertablett“! Zusätzlich legen Sie bitte Gewicht, Stolz und Positivität in diese Worte.
Noch mal: Ihr eigener Name, den Ihres Arbeitgebers und Ihr Thema. Das sind die wichtigsten Worte Ihres Auftritts. So vermitteln Sie: „Ich schaffe Klarheit.“ „Ich bin präsent für Sie.“ Durch Artikulation und Einfachheit. Die Gäste fühlen sich direkt angesprochen, wertgeschätzt und verstehen Sie sofort. Das wird dann assoziiert mit „es ist angenehm zuzuhören“. Oder „die ist kompetent“ u.a.m.
Zusätzlich dürfen wir in angemessenem Maß etwas lauter sprechen. Damit werden wir unserer Rolle als Führungspersönlichkeit gerecht: „Ich habe etwas zu sagen.“ „Zurzeit bin ich hier die Fachkompetenz.“
„Es ist mir selbstverständlich und angenehm Sie zu leiten und zu informieren.“
Probieren Sie es aus.
In der Lernphase bitte nur in kleinen Schritten verändern. So dass Sie immer spüren: diese Art zu sprechen passt zu mir und meinem Gegenüber.
Auf ein Wiedersehen oder eine erste Begegnung mit Ihnen freue ich mich!
Ich wünsche Ihnen einen schönen, sonnigen Herbstsonntag.
(Mit „einer Stunde mehr“.)
Mit STIMMigen Grüßen
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Coaching Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. Oktober 2010
Thema: Frei sprechen – Freiheit zu improvisieren
Kennen Sie das? Nervosität vor dem nächsten Auftritt, der kommenden Präsentation. Es gehen Ihnen Sätze durch den Kopf wie „Ich möchte es eigentlich nur schnell hinter mich bringen…“. Nachher haben Sie das Gefühl „eher durchgerauscht zu sein, als aus dem Moment heraus gestaltet zu haben“. Und mittendrin gab es einen kurzen „Black Out“ (negativ belegt), aber Sie haben sich irgendwie wieder berappelt. Das könnte man Lampenfieber nennen. Da gibt es Stresssymptome, Aufregung und ein Bewusstsein, das ab und zu „aus dem Häuschen“ ist.
Nennen Sie es anders
Wie wäre es mit Sätzen wie „Ich will mittendrin dabei sein und alles spüren!“ „Ich nehme mir vor, lebendig zu gestalten.“ „Heute gebe ich das Beste, was ich habe!“ Nachher üben Sie gelassen Selbstkritik und legen sich bei Bedarf Optimierungsstrategien für das nächste Mal zurecht. Währenddessen gab es einen Moment, da fehlten Ihnen die Worte – niemand hat es bemerkt – Sie haben ruhig weitergeatmet, das Publikum offen angeblickt und nach ein paar Sekunden (die Ihnen vorkamen wie eine Ewigkeit) fiel Ihnen der passende Anschluss ein. Und nachher kamen Zuhörer zu Ihnen, die sagten: Toll, wie Sie das wieder gemacht haben und diese Denkpause mittendrin… souverän!
Das Beste daran ist: Genau das können Sie vorbereiten und üben!
Lernen Sie zu improvisieren. Das ist die Fähigkeit, seinen inneren Gaben und Talenten zu trauen. Das kann bedeuten Bewertungen, Vermutungen und Projektionen im Vorfeld sein zu lassen, sich auf seine Stärken zu konzentrieren und noch mehr zu üben.
Klarheit
Kürzlich war ich wieder mal als Referent für einen interaktiven Vortrag eingeladen. Ein potenter Kunde mit berechtigt anspruchsvoller Erwartungshaltung. Ich halte mehr Seminare als Vorträge und war – auch nach 20 Jahren Bühne – wieder ein wenig aufgeregt und nervös. Auch schon ab und zu eine Woche vorher. Jedes mal, wenn Gedanken der Unruhe kamen, habe ich 10 Minuten lang den Einstieg des Vortrags geprobt. Ich hatte mir sechs Punkte zurechtgelegt, die ich drin haben wollte. So probte ich den Anfang täglich mehrmals frei sprechend. Jedes mal waren meine sechs Stichpunkte enthalten und jedes mal waren die Sätze anders. Eben frei gesprochen, lebendig und – improvisiert. Mit jedem Durchgang wurde ich mir gewiss: Aha, ich kann mich auf mich verlassen. Eine von den vielen geübten Formulierungen wird mir, wenn es drauf ankommt, in den Sinn kommen. Diese Erfahrung klärte den Ablauf und beruhigte mich.
Übung
Üben Sie zu improvisieren. Das wird Ihnen nach und nach Gelassenheit, Variationsmöglichkeit und Freude schenken. Sie erleben: ich gestalte mit meiner Energie und nehme mir die Freiheit, so schnell oder langsam (mit Sprechpausen) vorzutragen, wie ich will. Die Zuhörer wissen nicht, was ich wann sagen möchte.
Im Seminar „Theater der leeren Hände“ kommen wir mit leeren Händen (und Köpfen) und gehen mit reichem Erlebnis. Wir üben zuzulassen. Wir üben in Fluss zu kommen. Unsere Inspiration, Eingebung, erste Idee oder Geistesblitze zu bemerken und raus zugeben. Anhand von bewegten Szenen üben wir diese ersten Ideen zuzulassen. Der strukturierte Kopf oder „innere Zensor“ gestattet uns dies im Alltag oft nicht. Der „Zweifler“ kommt dann ungefragt mit Einwänden á la „das passt jetzt nicht“, „das kannst Du doch nicht“ oder „das gab’s hier ja noch nie“ usw.
Am Anfang des Seminars stehen Übungen zu Stimme und Körpereinsatz, zu Emotionen, Gruppen- und Raumwahrnehmung. Wie kann ich mit einem Spielpartner gemeinsam agieren? Danach werden in vielen Spielen und Wortwechseln in der Gruppe, zu zweit und auch mal solo kurze Auftritte und Dramen erprobt. Dabei erleben sich alle im Entdeckungsprozess. Wir sitzen im selben Boot und lernen mit Spaß segeln, während wir fahren! Alle Worte, alle Spielhandlungen, alle (auch nonverbalen) Reaktionen sind akzeptabel. Alles ist möglich, alles ist willkommen und: lass es raus! Das macht Spaß. Negativ bewertete Black Outs gibt es nicht mehr. Es gibt vielleicht mal Sekunden, in denen ich nicht spreche. Dann mache ich weiter: stehen, bewegen, atmen, gucken… und irgendwann kommt das nächste Wort, der nächste Satz. Das macht glücklich und ist befreiend. Leben und Aktion im Fluss. Der Mut, die erste schöne Idee anzunehmen. Die Fertigkeiten dieser Schauspielübungen lassen sich für alle Auftritts-, Gesprächs- oder Vortragssituationen nutzen und übertragen. Viel Spaß!
Praxis
Wer diese und weitere Fragen stellen und praktisch erproben will, ist herzlich zu meinen Seminaren eingeladen.
Im geschützten Raum, mit professioneller Anleitung können Sie kreativ werden. Lebendig auftreten – begeistert ankommen!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Coaching Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. September II 2010
Thema: Bewegt leben – begeistert vortragen
In Seminaren und Einzelcoachings ist mir mehrfach ein Phänomen aufgefallen.
Ein Klient bereitet eine Rede vor. Inhalt und Ablauf sind klar, er spricht auch deutlich und laut.
Doch etwas fehlt.
Die spürbare Beteiligung, Bewegtheit, die Begeisterung.
Es wäre Erfolg versprechend, wenn er durch seine Art vermittelt: „Ich mache das gerne, das betrifft mich, ich habe hier etwas Interessantes für Sie!“
Dann probiere ich Folgendes. Wir unterbrechen die Übung an dem Thema. Ich bitte den Teilnehmer sich an ein schönes, mitreißendes, vielleicht erheiterndes Erlebnis zu erinnern. Sei es privat oder beruflich. Jetzt möge er einfach und direkt davon berichten.
Und siehe da: Auf einmal ist der ganze Mensch und die Stimme beteiligt. Es ist Bewegung drin. In der Mimik und Gestik, in Stimme und Wortwahl.
Spannend! Wie kommt das?
Klarheit
Es scheinen unterschiedliche Maßstäbe für unterschiedliche Rollen, die wir einnehmen, angelegt zu sein.
Privat oder beruflich? Sind mit diesen zwei allgemeinen Aufteilungen gegensätzliche Assoziationen und Erfahrungen verbunden?
Es ist erlaubt auch in der professionellen Rolle bei der Arbeit voller Spaß, Elan und fasziniert zu sein…
Wir können unsere Rolle als Redner anreichern mit Ideen und Fähigkeiten, die unserem Vorhaben nützen.
Welches Ziel haben Sie mit Ihrem Auftritt und welche Emotion möchten Sie von sich zeigen, damit der Auftritt erfolgreich läuft?
Übung
Bringen Sie Bewegung in Ihre Stimme und die Art, wie Sie sprechen.
Das erreichen Sie durch die Gestaltungsmittel Sprachmelodie und Betonungen, durch Rhythmus und Sprechpausen.
Drei Schritte:
1. Bringen Sie sich in Stimmung mit einem einfachen Text (z.B. Sprechübung, Songtext oder Zungenbrecher). Bitte klar und laut sprechen.
2. Wählen Sie einen packenden Text (z.B. eine Gedicht oder Roman). Achten Sie beim Sprechen zunächst nur auf eins der o.g. Gestaltungsmittel.
3. Erzählen Sie einem Bekannten oder sich selbst ein spannendes Erlebnis. Lassen Sie zu, dass es Sie bewegt. Haben Sie Mut, ein wenig zu übertreiben. Lernen Sie sich kennen, wie Sie begeistert berichten. Danach probieren Sei es mit einem einminütigen Ausschnitt einer Selbst- oder Fachpräsentation.
Viel Spaß!
Praxis
Wer diese und weitere Fragen stellen und praktisch erproben will, ist herzlich zu meinen Seminaren eingeladen.
Im geschützten Raum, mit professioneller Anleitung können Sie kreativ werden.
Begeistert vortragen – erfolgreich ankommen!
Mit herzlichen Grüßen aus einem sonnigen Septembermittag...
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Coaching Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. September 2010
Thema: Sag es anders 2
Ich muss heute noch einkaufen.
Du musst gleich noch Deine Hausaufgaben machen.
Er müsste mal darauf achten.
Wir müssen uns mal zusammensetzen.
Müssen die immer so laut sein?
In meiner Jugend habe ich mal den Spruch gehört: „Kein Mensch muss müssen, es sei den er muss.“
Ist da etwas dran?
Worte wählen
Warum müssen wir eigentlich so viel? Wo kommt das ’muss’ und ’soll’, das ’müssen’ und ’müsste’ her?
Es kann zusammenhängen mit Zwang, sich gezwungen fühlen, mit vermeintlichen Sachzwängen, mit einem inneren Antreiber.
Kennen Sie den? Will der, dass wir müssen? Oder wer zwingt uns?
Wenn diese Formulierungen Druck, Stress, Hetze und Unachtsamkeit erzeugen, ist das wenig hilfreich für ein Leben in Schwung und Leichtigkeit, Aufmerksamkeit und Freude.
Lernen wir das ’muss’ kennen und den inneren Antreiber. Beide sind in uns. Nur deshalb können sie aus uns heraus kommen.
(Weiterführend könnten wir uns in einer stillen Stunde fragen, wann und wie sind sie in uns hinein gekommen?)
Übung
Werden wir nach und nach aufmerksam für einen kraftvollen, heilsamen und persönlichen Sprachgebrauch.
• Was passiert, wenn wir jedes ’muss’ ersetzen durch ’will’ oder ’kann’, ’möchte’ oder ’werde’, durch ’ich wünsche mir’?
• Wie wäre es, wenn wir es ganz weg lassen und gleich das Verb sagen?
Derartige Übungen brauchen Zeit und Achtsamkeit. Seine Sie bitte geduldig mit sich.
Ich kaufe heute noch ein.
Ich möchte mich mit Dir zusammensetzen.
Ich wünsche mir, dass ihr leiser seid.
Finden Sie weitere Beispiele?
Ich freue mich auf bewegende Worte und Ihre Rückmeldungen.
Praxis
Wer diese und weitere Fragen stellen, bewegen und praktisch erarbeiten will, ist herzlich zu meinen Seminaren eingeladen.
Klare Worte – starker Auftritt.
Im geschützten Raum, mit professioneller Anleitung können Sie kreativ ausprobieren.
Mit herzlichen Grüßen aus einem sonnigen Septembermorgen...
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Schwichtenberg Coaching Hannover
Stimmtraining Körpersprache Ausdruck
RUNDschreiben. August 2010
Thema Ausdruck: Sag es anders
Heute geht es darum, aufmerksam für unsere Formulierungen zu werden.
Sagen wir das, was wir wollen? Welche Worte haben für uns die größte Wirkung?
Für und Wider
Vor ein paar Tagen kam mir eine Werbung in die Hände.
Botschaft: „Mit neuem Mut. 2010. Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“
Kurze Zeit später ein Aufkleber: „Stoppt den Krieg! Sofort!“
Worte wählen
Mit neuem Mut? Hilfreich!
… Bekämpfen…? Kampf? Hilfreich??
Wollen Sie Armut bekämpfen oder Linderung, Fülle und Reichtum fördern?
Für oder gegen?
Welche Wortwahl und welche innere Haltung hat aufbauende, stärkende Energie?
Sind Sie gegen Krieg oder für Frieden? Wollen wir den Krieg bekämpfen und stoppen? Oder Frieden, Gelassenheit und Besonnenheit erwirken, erleben?
Die Hirnforschung weiß schon länger: Botschaften mit Worten wie „nicht“, „kein“, „nie“ und „nein“ u.a.m. können nicht oder schlecht verarbeitet werden.
Inzwischen dürften auch (Werbe-) Agenturen wissen: alles, für das wir sind, hat Kraft!
Gegen. Jetzt weiß ich, was du nicht willst. Das kann ein Anfang sein. Dagegen. Druck erzeugt Gegendruck. Diese Wortwahl beinhaltet den vergangenen und/oder gegenwärtigen Zustand.
Für erzeugt Fluss und entdecken von Möglichkeiten. Jetzt weiß ich, was du willst. Das „für“ beinhaltet die zukünftigen Wandel.
Übung
Beachten Sie Ihre Ausdrucksweise heute und in den folgenden Tagen.
• Wie oft sind Sie gegen etwas; wie oft sind Sie für etwas?
• Fragen Sie sich: Haben meine Worte bewegende Kraft für mich und andere? Erfüllen die Worte ihren Zweck, erreiche mit diesen Aussagen, was ich mir wünsche?
Bitte zunächst nur wahrnehmen (nicht bewerten oder verändern).
Wenn Sie eine Veränderung für sich wünschen, werden Sie diese nach und nach mit individueller Zeit realisieren.
Ich wünsche Ihnen spannende Entdeckungen.
Praxis
Wenn Sie diese und andere Beobachtungen des Ausdrucks und der Rhetorik wahrnehmen und verändern wollen, besuchen Sie eins meiner Seminare.
Dort arbeiten wir an optimalem Ausdruck und Wortwahl, Vorbereitung, Körpersprache, Atmung, Stimme und Sprechen. Sie planen individuelle Auftritte effektiver und proben erfolgreiche Kommunikation.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
RUNDschreiben. April 2010 Schwichtenberg Coaching Hannover
Liebe RUNDschreiben-Empfängerinnen und -Empfänger,
heute erhalten Sie ein Schreiben mit einem persönlichen Thema.
Es liegt mir am Herzen, wortwörtlich.
In den ersten Kapiteln der Ratgeber- oder Motivationsbücher, die ich gelesen habe, steht immer wieder die Frage:
Wissen Sie, was Sie wirklich wollen?
Verbunden mit der Übung: Klären und notieren Sie Ihre Wünsche, Zukunftsideen, Ihre Sehnsüchte, oder das, was Sie schon immer mal machen wollten.
(Nicht gleich alles tiefer bedenken oder realisieren wollen…)
Haben Sie den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ (eine Tragikkomödie mit Jack Nicholson und Morgan Freeman) gesehen?
Sehen Sie ihn bei Gelegenheit an. Er ist herrlich! Voller Emotionen, Mut und Lebensfreude. Die alten Protagonisten fertigen eine „Löffelliste“ an: Dinge, die sie unbedingt noch tun wollen, bevor sie „den Löffel abgegeben“.
Beginnen Sie jetzt zu leben.
Verschieben Sie Ihr Leben nicht auf den Feierabend heute.
Nicht auf das Wochenende und nicht auf den nächsten Urlaub im Sommer.
Nicht einmal auf „nachher“.
Schauen Sie sich alles genau an.
Leben ist jetzt. Sie sind jetzt. Ihre Gefühle und Wünsche sind jetzt. Ihre Tätigkeiten sind jetzt.
Ihre lieben Mitmenschen sind jetzt.
Trauen Sie sich wieder Ihren Gefühlen zu trauen. Das sind Sie! Das hat etwas mit Ihnen zu tun. Ihre Gefühle wollen Ihnen etwas sagen.
Trauen Sie sich Dinge mal anders oder neu anzusehen… Dinge, Erlebnisse oder Menschen, die immer wieder in Ihrem Leben auftauchen.
Ich mache zurzeit grade selbst (wieder) die Erfahrung, dass es immer mal Gefühle (auch „spürbar im Körper“) gibt, die sich verwirrend, neu oder unangenehm anfühlen. Ich übe sie anzunehmen. Das ist ein Teil von mir.
Nehmen Sie immer mal wieder Zeit für sich.
• Zum Beispiel pro Arbeitsstunde, über die Sie selbst verfügen können, eine Minute „nichts“ tun. Nur da sitzen, in den sonnigen Himmel „dösen“.
• Oder spüren Sie, wie sich Ihr Körper anfühlt; vielleicht mal dehnen, räkeln und gähnen. Und langsam und entspannt und tief durchatmen.
• Oder nehmen Sie sich gleich heute Nachmittag oder abends 10 Minuten für sich. (Kein Radio, kein TV, keine Zeitung, keine E-Mails, keine Telefon, kein Partner. Keine Ablenkung.) Das braucht Mut. Ich kenne das von mir, wir lenken uns gerne ab, wir müssen oft „beschäftigt sein“. Es scheint fast unerträglich „nichts“ zu tun. Dabei ist das vielleicht das Größte und Schönste und Intimste, was wir ab und zu für uns tun können.
Sitzen sie „nur da“ und hören Sie in sich hinein.
• Wenn Sie etwas fragen wollen, lassen Sie eine Frage kommen. Was ist Ihre Frage, was beschäftigt Sie, was ist Ihnen wichtig? Nur erstmal die Frage… die Antwort kommt, wenn es an der Zeit ist. Das braucht Geduld.
• Oder verbringen Sie 10 Minuten mit Stift und Papier mit der Frage „Was bringt mein Herz zum singen?“
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie Ihre Lebenszeit genießen können; dass Sie Schönes und Bewegendes in Dingen, Erlebnissen und Mitmenschen entdecken. Dass Sie mehr und mehr Freude und Leichtigkeit an Ihrem Leben und dem, was Sie tun, finden.
Ich freue mich, bei Gelegenheit von Ihnen zu hören, wie es Ihnen geht.
Und auf ein Wiedersehen!
Sonne und herz-liche Grüße sendet
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
RUNDschreiben. 1-2010
Willkommen zu einem Werkzeug zur Vorbereitung und neuen Seminarterminen!
Mit der TAZZ-Formel können Sie sich für jeden Auftritt gut vorbereiten. Ob es um ein privates Gespräch, eine Bewerbung, ein Meeting oder eine Präsentation geht. Die vier Buchstaben stehen für Thema, Anlass, Zielgruppe und Ziel. Gehen Sie diese Themen vorab durch und beantworten Sie folgende Fragen mit je einem Stichwort. Dadurch klären Sie Vorgaben und Ziel, wählen die Werkzeuge und persönliche Verhaltensweisen aus. Sie legen den entsprechen Hebel im Kopf um und norden sich effektiv auf Ihr Gegenüber und Ihr Vorhaben ein.
Thema
Wie lautet Ihr (Vortrags-) Thema?
Dauer?
Medium?
Anlass
Art der Veranstaltung?
Wo?
Zielgruppe
Wer, Status, wie viele?
Stimmung? Mit welcher Erwartungshaltung?
Ziel
Definieren Sie Ihre Rolle.
Was ist Ihre Motivation? Nennen Sie ihr Ziel.
Mit welchen rhetorischen Mitteln wollen Sie es erreichen?
Welche Emotionen wollen Sie in sich aktivieren, um Ihr Vorhaben zu erreichen?
Was soll „auf Ihrer Stirn stehen“? Was wollen Sie ausstrahlen?
In meinen Seminaren arbeite ich mit der TAZZ-Formel. Zusätzlich erhalten Sie praktische Anregungen zu Stimme und Körpersprache.
Ich freue mich darauf, Sie zu sehen!
Für Ihren nächsten Auftritt wünsche ich Ihnen Motivation, Ausdruckskraft und Freude.
Herzliche Grüße
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------
RUNDschreiben.
-----------------------------------------------------------------------
September 2009
Das Duell Langeweile gegen Rhetorik
Das „Große Duell“ war für mich keins und hieß auch nicht Steinmeier gegen Merkel, sondern politische Worthülsen gegen den spannenden, lebhaften Gebrauch von Rhetorik.
Im Nachschlag bei Anne Will haben es Günther Jauch und vor allem Claus Peymann auf den Punkt gebracht: „Ich habe so kleine Augen, ich wäre fast eingeschlafen. Die Kanzlerin und Ihr Herausforderer wirkten wie geklont, auswendig gelernt, beide sind in der Rollenbesetzung durchgefallen, die bringen’s nicht über die Rampe.“
Alles, was moderne Rhetorik ausmacht, ließ zu wünschen übrig.
Wirkung ist alles
Sehen wir uns die drei Wirkweisen der Kandidaten im Detail an: Wir wirken mit einem Anteil von rund 50% Körpersprache, 40% Stimme und 10% Inhalt auf unser Publikum.
Inhalt
Der geringste Wirkfaktor mit Elementen wie Aussage, Wortwahl, Argumentation, Satzbau wird nach wie vor in TV und Politik als allerhöchstes Gut eingeschätzt. Dementsprechend verhalten sich die Beteiligten Merkel, Steinmeier und auch später Stoiber und Woworeit. Es wird verbalisiert, argumentiert, bewertet und analysiert. Das ist die Inhalts-, Logik-, Denk- und Kopfabteilung.
„Behalt einen kühlen Kopf“ sagt der Volksmund, damit klare, bedachte (keine leidenschaftlich überhitzten) Entscheidungen gefällt werden.
Das ist in unserer zivilisierten Lebensform angemessen und hilfreich. Nur wird es überbewertet. Herz, Bauch, Intuition, Freude und Lebenslust fallen hier sichtbar unter den Tisch. Zugunsten einer Veranstaltung von zurückhaltenden, unmutigen Spitzenpolitikern der großen Volksparteien, die nichts riskieren, um nichts zu verlieren.
Inhaltlich haben beide nicht Neues geliefert. Pluspunkte: Sprachlich gefeilt, klar strukturiert, Satzbau und Wortwahl angemessen für die Zielgruppe, langsam und leidlich deutlich gesprochen.
Nur Steinmeier hat einen Souveränitätspunkt erzielt, indem er bei den Unterbrechungen der forschen Moderatoren einfach weiter geredet hat. Während Merkel mehrfach bat, doch aussprechen zu können. Das wirkte bemüht.
Stimme
Zweites Kriterium mit rund 40% Wirkung: die Stimme. Hier können wir Elemente nutzen wie Stimmstabilität, Farbe, Charakter, Klang, Sprachmelodie und Lage sowie Nutzung der Sprechwerkzeuge Lippen, Zähne und Zunge.
Steinmeier hat einen leichten S-Fehler (d.h. er lispelt leicht) und bekommt Lippen und Zähne nicht auseinander. Das wirkt klein, tendenziell genuschelt, nicht souverän und energiereich. Wortwörtlich ist er selbst und sein Mund wenig bewegt. (Effektiv und erfolgreich eingesetzt wurde dies von Illner, Will und Jauch, alles Moderatoren und Showmenschen! Sie transportieren Lebendigkeit und Freude. Warum schneidet man sich hier keine Scheibe ab?) Er hat eine ruhige, klare, volle Stimme in mittlerer Lage. Jenes wirkt souverän.
Auch Merkel bewegt den Mund wenig und hält die Zähne zusammen. Ihre Sprachmelodie auch beim Schlusswort war monoton und geleiert, da auswendig gelernt und schon hundertmal heruntergebetet. Im Zusammenhang mit Ihren Worthülsen ist das Langeweile pur. So eine Verhaltensweise bewegt keinen Wähler und Bürger, weil sie selbst von den Themen und in der Folge ihre Stimme leider auch nicht bewegt wirkt!
Achtung, erster Werbeblock
Frau Merkel, legen Sie mehr sauberen, klaren Klang in Ihre Stimme, begeistern Sie sich für das, was sie tun. Dann erklingt auch eine variationsreiche Melodie, verschiedene Stimmfarben für verschiedene Themen. Und bitte sprechen Sie melodiös stringenter auf den Punkt am Satzende. Herr Steinmeier, sprechen Sie deutlich und machen Sie den Mund auf. Das transportiert Leidenschaft und Souveränität. Ich zeige Ihnen gerne wie es geht!
Liebe Leserinnen und Leser, kommen Sie gemeinsam mit Angie und Steini in mein Seminar oder Einzelcoaching. Bei mir können Sie in lebendiger und humorvoller Art üben und arbeiten. Sie werden motiviert zu Intuition, Energie, Mut und effektiver Nutzung der drei Wirkungsweisen Haltung, Sprache und Aussage. Geben Sie mir Ihre Stimme, ich gebe Ihnen mein Wort.
Non-verbale Kommunikation
Psychologisch und optisch wichtigster Wirkfaktor: Die Körpersprache.
Bei Beiden, dank eingeübtem Verhalten, fester, ruhiger, offener Stand und Gestik, leider wenig zu sehen wegen der Pulte und des Bildausschnitts.
Das Gesicht
Am aussagekräftigsten: das Gesicht, unsere Mimik mit Mund, Lippen, Zähnen, Kopfhaltung, Augen, Brauen und Stirn.
Das Einzige, was sich bei den beiden Kandidaten ein bisschen in 95% der Zeit bewegt ist der Mund. Zwei, drei mal kurz lächeln in 90 Minuten. Aber nicht aus Freude, sondern aus Ironie oder Hilflosigkeit, ob der Worthülsen des Gegners.
Von Freude an der Arbeit, den anwesenden Menschen oder den eigenen Themen keine Spur. Keine erhobene Stimmung, Stimme, fast kein Lächeln oder Lachen. Ernste, müde, graue Gesichter. Wie sich Steinmeier und Merkel ansehen, wenn sie mal beide gleichzeitig im Bild sind, ist ein Phänomen… buh!
Das für mich Aufschlussreichste ist das Unbewegte der Politiker. Zu 95 % der gesamten Interviewzeit verändern sich nicht: Die Größe des Augenaufschlags, die Brauen und die Stirn. Fast keine Bewegung, kein Leben, zum Einschlafen.
Die Augen
Was sagt mir die Mimik, Augengröße (Ober- und Unterlid), Brauen und Stirn. Es herrscht wahlweise leblose Trägheit oder starre Unbewegtheit, keine Bildungskraft, fast keine Emotion. Die Akteure sind nicht bewegt von dem, was sie vorgeben zu leben. Das Einzige, was sich ein wenig bewegt ist der Mund. Was diese zwei Menschen bewegen sind Worte und deren Hülsen. Weder Herz, Leidenschaft noch Bauch.
Es wird alles über das gesprochene Wort transportiert und somit nur der Intellekt beim Zuschauer angesprochen. Das kann nicht funktionieren. Die Sprecher bedienen sich hauptsächlich des am geringsten wirkungsvollen Kanals.
Es ist ein bekanntes Klischee: wortwörtlich Lippenbekenntnisse.
Fazit
Meine Empfehlung zur Identifikation: Fragen stellen: Was bewegt mich wirklich? Was erlebe und lebe ich wirklich? Was macht mir Freude, was möchte ich bewegen?
Inhaltlich wurde Bekanntes lau aufgewärmt.
Mehr Mut für unbequeme politische, soziale, ökologische und menschliche Themen. Persönliche Beispiele, Humor? Fehlanzeige.
Stimme: Mund auf, Zähne zeigen, Kraft, Klarheit und Lebendigkeit in den Klang und die Melodie.
Körpersprache: Extremitäten und Gestik offen, stabil, weil einstudiert. Nur die Lippen bekennen Aktion. Mehr Mut für individuelle Auftritte, Energie und Begeisterung.
Machen Sie es auf Ihre Weise. Machen Sie es anders.
Gestalten Sie Ihren Auftritt beherzt und vital!
Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg dabei!
Arndt Schwichtenberg
Herzliche Einladung zu meinen nächsten drei Veranstaltungen:
Kostenlose Probestunde "Rhetorikmodul Stimmtraining"
(öffentlich, in der Gruppe)
Di. 29.9.2009, 17.00-18.00 Uhr, Anmeldeschluss: 22.9.2009
Trainer: Arndt Schwichtenberg, Stimm- und Rhetoriktrainer
Ort: Kursraum Hannover Zoo-Viertel (Adr. wird bekannt gegeben)
"Rhetorikmodul Stimmtraining" für Einsteiger
kommunikativ - souverän - authentisch
Fr. 6.11.2009, 18.00 – 21.00 Uhr, Sa. 7.11.2009, 11.00 – 18.00 Uhr
Anmeldeschluss: 16.10.2009, 99,- € (inkl. MwSt.)
Trainer: Arndt Schwichtenberg, Stimm- und Rhetoriktrainer
Ort: Kursraum Hannover Zoo-Viertel (Adr. wird bekannt gegeben)
"Theater der leeren Hände" - Emotion Stimme Körper Improvisation
schau - spiel - lernen für Einsteiger
Fr. 27.11.2009, 18.00 – 21.00 Uhr, Sa. 28.11.2009, 11.00 – 18.00 Uhr
Anmeldeschluss: 6.11.2009, 99,- € (inkl. MwSt.)
Trainer: Arndt Schwichtenberg, Schauspieler, Regisseur, Stimmtrainer
Ort: Kursraum Hannover Zoo-Viertel (Adr. wird bekannt gegeben)
Anmeldung und Information unter Tel 0511 / 9994000 oder www.Schwichtenberg-Coaching.de
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------
RUNDschreiben.
----------------------------------------------------------------------------
Mai 2009
Was steht auf Ihrer Stirn?
Fragen Sie sich manchmal, ob unsichtbar auf Ihrer Stirn steht: „Erzähl mir dein Leben!“, „Lass deinen Ärger an mir aus.“ oder „Ich bin die Auskunft!“
Woher kommt das? Da steht doch gar nichts??! Wieso behandeln uns Menschen, wie sie es tun? Warum gibt es „gute“ und „schlechte“ Tage, obwohl ich eigentlich nur gute will? Eine Veranstaltung läuft erfolgreich; eine andere, obwohl scheinbar ebenso perfekt vorbereitet, ist frustrierend. Weshalb?
Ich behaupte: Es steht immer etwas auf unserer Stirn. Nennen Sie es Ausstrahlung, Einstellung oder Motivation. Wir formen diese Sätze selber. Dann können es Denkmuster, Schlagsätze, Mottoworte, Affirmationen , Autosuggestionen oder selbsterfüllende Prophezeihungen sein. Der Volksmund sagt: „Wes Geistes Kind bist Du?“, „Man schreibt etwas auf seine Fahnen…“ oder „Wie es in den Wald ruft…“ usw.
Wir haben immer eine innere Einstellung. Ob wir wollen oder nicht. Wir können uns mehr und mehr entscheiden diese Einstellung wahrzunehmen. Und wir können uns mit dieser gesteigerten Selbstwahrnehmung bewusst entscheiden diese Einstellung zu gestalten.
Im Alltag
Was denken Sie zum Beispiel am Beginn eines Tages? Denken Sie da überhaupt etwas? Denken Sie „in Hektik“ oder Negatives? Sie können Ihre Gedanken und innere Haltung bewusst gestalten. Im organisatorischen Bereich ist uns das selbstverständlich. („Heute erledigen: erstens, zweitens, drittens…!“) Tun Sie dies auch im emotionalen Bereich.
Was denken Sie im Vorfeld über eine menschliche Begegnung oder eine Veranstaltung? Sind Sie ein Rädchen, das „in der Maschine“ gedreht wird, oder ein „Opfer der Umstände“?
Oder bringen Sie Ihre persönlichen Wünsche aktiv ein?
Klassiker der Selbstbehinderung: „Am liebsten hätte ich das Ganze schon schnell hinter mich gebracht.“ „ Nachher treffe ich wieder diesen anstrengenden Kollegen.“
Hilfreich für Sie – oder nicht?
Wenn Sie „schlecht drauf“ sind am Beginn eines Tages, hat der Tag große Chancen schlecht drauf zu werden. Der Tag möchte Ihnen beweisen, dass Sie Recht haben. (Lassen Sie diesen – vielleicht provokativen – Gedanken zumindest einmal zu und prüfen Sie ihn!)
Denken Sie morgens „irgendwas“ oder „gar nichts“? Dann hat die Begegnung mit den Kunden große Chancen irgendwie oder gar nicht zu werden!
Sagen Sie sich allerdings: Ich möchte, dass dies ein anspruchsvoller, menschlicher, fruchtbarer Tag wird! wird sich ein Weg der Möglichkeiten auftun. Sie können Lösungen finden und treffen kreative Menschen. Der Tag erhält jetzt die Möglichkeit sich von seiner besten Seite zu zeigen und die Menschen, die Sie sehen, lesen auf Ihrer Stirn: Bitte erfolgreiche Verhandlungsgespräche führen.
Handlungsprüfung und Handlungsänderung
Prüfen Sie bitte die Behauptung: Das was auf Ihrer Stirn steht – nämlich Ihre innere Einstellung – haben Sie selbst hervorgebracht. Keine Umstände, keine Kollegen, keine Beziehungspartner und keine höhere Gewalt sind dafür verantwortlich. Nur Sie allein.
Sie haben es in der Hand.
Nun geht es auch nicht darum, sich selbst zu beschummeln. Nach dem Motto „Ich bin der Größte“ oder „Heute wird alles perfekt laufen“. Schreiben Sie, was wahr ist. Sagen sie, was Sie annehmen können. Finden Sie nach und nach Ihre ganz persönlichen Wünsche und Sätze.
(Beispiele gefällig?
Ich möchte heute folgendes Erfreuliches erleben…
Für diesen Termin habe ich mich bestmöglich vorbereitet.
Ich will, dass dies ein genussreicher Tag wird.
Offenen, kreativen Menschen werde ich begegnen.)
Arbeit an Ihrer Ausstrahlung
Diese Art, sich selbst wahrzunehmen, sich selbst hilfreich zu beeinflussen oder eine kraftvolle Rolle zu finden ist Teil meiner Coachingarbeit. Ich lade Sie ein, zu prüfen, ob bei dem von mir angebotenen Werkzeugkasten für Sie etwas dabei ist.
Jeder braucht etwas anderes. Deshalb sind in meiner Schatzkiste mehrere verschiedene Ideen, Anwendungen und Methoden.
Meine Erfahrung aus 13 Jahren Training in über 1500 Seminar- und Coachingstunden mit über 1000 Teilnehmern zeigt: Es gibt einen Bedarf für jeden Menschen an Grundlagen. Diese bilden das Fundament meiner Seminare und Coachings. Sinnvolle Vorbereitung, motivierte innere und körperliche Haltung, kraftspendende Atmung und klares, sympathisches Sprechen.
Innerhalb der persönlichen Vorbereitung entdecken Sie die Sätze, die Sie auf Ihrer Stirn oder in Ihrem Herzen leuchten lassen wollen.
Das werden die Menschen um Sie herum sehen und darauf reagieren.
Ich wünsche Ihnen Mut auf dieser Entdeckungsreise zu sich selbst, Geduld bei Ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Freude und Erfolg bei Ihrer nächsten Veranstaltung.
Ich freue mich von Ihnen zu hören und darauf, Sie im Einzelcoaching und beim nächsten Seminar zu sehen!
Herzliche Grüße
Arndt Schwichtenberg
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
RUNDschreiben. März 2009
Herzliche Einladung zum neuesten Seminar:
„Raus aus der Komfortzone!“
Stichworte: Querdenken, über den Tellerrand gucken, Globalisierung, Verantwortung, Wissen vs. Unwissen
Inhalte: Komfortzone kann bedeuten: bequem, kuschelig, für sich sein… Da raus zu gehen kann das Gegenteil bedeuten. Und…
Denken, lesen, informieren, recherchieren, Fragen stellen, weitersagen. Bestimmung der eigenen Prioritäten: Was ist wichtig in meinem Leben? Was tue ich in meinem Leben? Essen, einkaufen, arbeiten, fernsehen, lieben, schlafen, lachen, essen, zur Bank gehen, essen, einkaufen … usw.
Aber was einkaufen? Bei welcher Bank das Geld abgeben? Worauf schlafen? Und wo und womit die Freizeit genießen?
Ort: Hier
Datum: Jetzt. Es eben begonnen.
Dauer: Bestimmen Sie!
Nutzen: Selbstschulung, Beweglichkeit, Wachheit, Weitblick, Herzklopfen, Menschlichkeit, Freude, Mut entdecken. Selbstbewusstsein und Nutzung der Sprechwerkzeuge
Referent: Sie selbst
Investition: Zeit und Mut
Teilnahme empfohlen für Menschen, deren Grundbedürfnisse wie Arbeit, Wohnung, Essen, Schlaf und Wohlergehen erfüllt sind. Die weitgehend mit sich selbst, Ihrem Partner, Ihrer Familie und Freunden und der nahen und weiteren Welt im Reinen sind. Menschen, die die Nerven, den Kopf und das Herz frei haben, den Blick auf die abstoßenden Seiten des Kapitalismus zu werfen.
Medien: Bücher, Filme, Internet
Fragen Sie nun: Und was hat das mit Stimmtraining, Rhetorik und dem Schwichtenberg zu tun?
Wir sind alle Menschen; wir begegnen uns. In meinen Seminaren, auf der Straße, im Internet, auf dieser ganzen Welt. Ich habe mit Ihnen zu tun. Ich übe Menschlichkeit, auch mit Ihnen. Ich übe Kommunikation, auch mit Ihnen. Wir alle haben Grundbedürfnisse. Essen, leben, Freiheit. Hier ist alles schön. Wir leben sicher, sind versorgt. So sieht es im Rampenlicht aus. Und hinter den Kulissen? Wer zieht die Fäden? Stichwort Lobbyismus, Profitgier, Abstraktion: die linke Hand weiß nicht mehr, was die rechte tut. („Das Wasser kommt aus dem Hahn. Das Huhn kommt aus dem Supermarkt.“) Will es auch gar nicht wissen. „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ „So lange es mir nicht am Hintern brennt, werde ich nicht aktiv.“ Zu krass? Prüfen Sie es bitte für sich selbst! Ab hier wird es nämlich unbequem in der Komfortzone.
Stimme: Erheben wir unsere Stimme, üben wir Kommunikation. Mit unseren Nächsten, Liebsten. Ist alles geklärt? Dann könnten wir unseren Blick weiter schweifen lassen. Mein nahes Umfeld, meine Stadt mein Land, mein Kontinent, meine Welt…
Rhetorik: Wenn wir das nächste Mal über etwas sprechen, das uns am Herzen liegt, können wir üben, dies deutlich, kraftvoll und freundlich zu tun. Dann entsteht fruchtbare Kommunikation. Das sind Themen meiner Arbeit.
Schwichtenberg: Was geht mich das an? Ich habe grad meiner Tochter zum Geburtstag einen Gutschein von H & M geschenkt. Meine Hausbank war die Dresdner Bank, ich hatte Caro-Kaffee von Nestlé auf dem Tisch, nehme Medizin von… fahre ein Auto von… kaufe mein Essen bei…
(Die genannten Firmen werden im u.g. Buch auf folgenden Seiten behandelt: H & M Seite 312, Dresdner Bank (Allianz Gruppe) Seite 300, Nestlé Seite 334, sowie stellvertretend 49 weitere unserer Lieblingsmarken. Sie haben alle nachweislich Dreck am Stecken.)
Hintergrund: Bei mir bildet sich ein Pool von Informationen. Vor ca. zwei Jahren habe ich den Spielfilm „Lord of War“ (USA 2005, Buch und Regie: Andrew Niccol) gesehen. Vor zwei Wochen „The International“ (USA/D 2009, Regie: Tom Tykwer). Vor einigen Monaten den Dokumentarfilm „Let’s make Money“ (Ö 2008, Buch und Regie: Erwin Wagenhofer). Jetzt lese ich „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen“ (Werner/Weiss, ullstein). Und alles hat scheinbar miteinander und mit meinem Leben zu tun.
In „Lord of War“ spielt Nicolas Cage einen int. Waffenhändler. Clive Owen verfolgt in „The International“ die Verflechtungen einer belgischen Bank mit int. Waffenhandel. Wenn ich mir vorstelle, dass von diesen fiktiven Actionfilmen auch nur 0,1% von wahr ist, wird mir übel. Wikipedia gibt an, das „Lord of War“ reale Waffenhändler und Verkaufspraktiken als Vorbild hat.
Ganz anders wurde mir dann auch bei der Doku „Let’s make Money“. Ausgehend von dem Werbeslogan „Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten“ hat sich der Autor Wagenhofer jahrelang aufgemacht und an verschiedenen Schauplätzen der Welt mit unterschiedlichsten Interviewpartnern die gewaltigen globalen Finanzströme untersucht. Es ist ein zweistündiger Ausschnitt geworden. Doch dieser Film ist aufrüttelnd! Durch seine geographische Nähe (Österreich, Spanien, Großbritannien, USA, Indien u.a.), seine eindringlichen Bilder von den Allerreichsten und den Allerärmsten (immer wieder schwer arbeitende Kinder) sowie den kontroversen, teils perversen Aussagen der Menschen!
Der praktische Teil des Seminars: Wenn Sie Zeit und Gelassenheit haben, recherchieren Sie selber. Sehen Sie, wenn Sie wollen, nach und nach diese drei Filme an („The International“, u.a. mit Naomi Watts und Armin Müller-Stahl, ist zudem ein gut gespielter und gut gemachter, spannender Actionthriller, wer so etwas mag) und lesen Sie das Buch. Bilden Sie sich eine Meinung. Sprechen Sie mit anderen darüber, verbreiten Sie es. Alle weiteren Ideen werden sich im Laufe der Zeit daraus ergeben.
Buchempfehlung: „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen“, Klaus Werner/Hans Weiss, ullstein Tb. 4. Auflage 2008, 411 S., 9,95 €, ISBN 3548368476
Website der Autoren: markenfirmen.com
Rückentext: Dieses Buch wird Sie wütend machen! Unsere beliebtesten Marken gründen Ihre Profite auf Ausbeutung, Kinderarbeit, Krieg und Umweltzerstörung. Das neue Schwarzbuch Markenfirmen deckt die skrupellosen Machenschaften der großen Konzerne auf – und zeigt zugleich, welche Macht jeder Einzelne von uns hat, korrupte Regierungen und Multis zu einer menschenfreundlicheren Politik zu zwingen. Das Standartwerk für den kritischen Konsumenten!
„Das Buch attackiert die Konzerne an ihrer empfindlichsten Stelle: ihrem Ruf.“ Der Spiegel
Mein Kommentar: Das Buch ist gefüllt mit den schauerlichsten Berichten und Vorwürfen, was unsere Lieblingsfirmen, Lobbyisten, Institutionen und Regierungen in der Welt an Menschen, immer wieder speziell an Kindern, und der Natur für einen Schaden anrichten oder aus Profitgier schweigend zulassen. Alles wird belegt mit Zitaten, Infos, Quellenangaben, Websites, Post-Adressen, Ansprechpartnern und konkreten Tipps, was wir, ich und Du, tun können.
Was wir tun können:
+ Fragen stellen, recherchieren, mit anderen darüber reden, Infos: transfair.org, gepa.de, fairtrade.de u.v.a.
+ bewusster konsumieren, leben und essen
+ Den Konzernen, Institutionen, Pressesprechern, Geschäftsführern schreiben, mailen, anrufen
+ Im Biomarkt kaufen und auch wieder darauf achten was von wem
+ die Praktiken und Partner meiner Bank und Aktienfonds hinterfragen
+ von regionalen Anbietern kaufen
+ Auf das transfair/fairtrade-Siegel achten
+ über Ökostrom und –Gas informieren und bestellen
+ Weniger Wasser und Benzin verbrauchen, mehr Fahrrad fahren.
Ich wünsche uns viel Freude beim Menschsein auf dieser Erde!
Mit herzlichen Grüßen
Arndt Schwichtenberg